antiker Zahltisch Barock Nussbaum mit aufwändiger Marketerie, ein Schloßmöbel, das nach Auskunft des Vorbesitzers zum Inventar des Schlosses Diepenbrock in Bocholt gehörte.Schloss Diepenbrock wurde im Jahr 1733 von der Familie von Graes ersteigert und umfassend zu einem repräsentativen, spätbarocken Wasserschloss umgebaut. Für die neue herrschaftliche Ausstattung wurden damals exklusive Möbel angeschafft. Dieser Tisch im Hochbarock-Stil passt exakt in diese Ära des glanzvollen Umbaus.*
Beschreibung: Der Tisch ruht auf typisch barocken, balusterförmig gedrechselten Beinen mit ausgeprägten, kugeligen Verdickungen. Diese werden durch eine geschwungene, X-förmige Stebe (Kreuzstrebe) am Boden stabilisiert, die in der Mitte ebenfalls eine filigrane Sternintarsie aufweist. In der Zarge befindet sich eine breite Schublade, die mit zeittypischen, verzierten Bronzebeschlägen (Zuggriffen) und einer zentralen, ornamental gestalteten Schlüsselschild-Applikation versehen ist.
Die Marketerie der Tischplatte zeigt eine meisterhafte, feldförmige Furnierarbeit aus Nussholz sowie kontrastierenden, heimischen Edelhölzern gerahmt mit Messingfadeneinlagen . Im Zentrum befindet sich ein sternförmiges Zentralmotiv (Windrose/Kompassstern), eingebettet in eine ovale Rahmung. In den vier Ecken der Hauptintarsie sind detailreich ausgearbeitete, geflügelte Fabelwesen (Drachen oder Greifen) eingelassen. Im Barock symbolisierten solche Kreaturen oft Wachsamkeit, Macht oder den Schutz von Wertsachen – was perfekt zu der Funktion als Kassen- oder Zahltisch passt. An den Längsseiten rahmen stilisierte Muschel- bzw. Fächermotive das zentrale Feld ein.*
*historische Daten und Beschreibung mit Hilfe von KI