Bücherschrank Biedermeier Mahagoni , mit feinen Ahorn Fadeneinlagen, norddeutsches oder Berliner Biedermeier um 1820 . Dass das Mahagoni-Furnier auf Eiche (statt des häufigeren Weichholzes) aufgebracht wurde, spricht für eine besonders hochwertige und stabile Bauweise. Eiche als Trägerholz wurde oft bei repräsentativen Stücken verwendet, um ein Verziehen des Möbels über Jahrzehnte zu verhindern. Fadeneinlagen aus Ahorn: Diese filigranen, hellen Kontrastlinien (auch „Ahornadern“ genannt) sind ein klassisches Merkmal des Biedermeier. Sie betonen die architektonische Gliederung des Schranks und bilden einen edlen Kontrast zum dunklen, oft pyramidenförmig gespiegelten Mahagoni. Die ellipsenförmigen Versprossungen der Glastüren sind ebenfalls mit solchen Fadeneinlagen und einer Schellack-Handpolitur veredelt, was dem Schrank seine Leichtigkeit verleiht. Die vier originalen Fachböden mit furnierter Vorderkante sind ein bedeutendes Qualitätsmerkmal für dieses Biedermeier-Möbel Bei einfacheren Stücken blieben diese Kanten oft roh oder wurden lediglich gebeizt. Die durchgehende Furnierung sorgt bei geöffneten Türen für ein harmonisches und hochwertiges Gesamtbild. Die Kombination aus Eiche-Blindholz und Mahagoni-Furnier an den Kanten deutet auf eine Fertigung hin, bei der keine Materialkosten gespart wurden. Besonders beeindruckend ist die gespiegelte Maserung (Pyramiden-Mahagoni) in den unteren Türfüllungen und auf der Schublade, die eine lebendige, symmetrische Optik erzeugt. Altes originales Fensterglas. Ein Bücherschrank der Extraklasse aus der Biedermeierzeit!